Jugendliche produzieren monatlichen Expertentalk für DORF TV
Lisa Hunfnagl (24) und Vivienne Weberberger (15) führen durch die ersten Sendungen.
Der Offene Kulturverein Wels (OKV) startet ein neues Medienprojekt: Gemeinsam mit Jugendlichen produziert der Verein in seinem Studio in Wels einen monatlichen Expertentalk für den oberösterreichischen TV-Sender DORF TV. Unter dem Titel „Studio Wels“ werden einmal im Monat Expertinnen und Experten zu aktuellen und spannenden Themen eingeladen und von jungen Moderatorinnen interviewt.
Die erste Sendung wird am Dienstag, 14. April 2026, ausgestrahlt. Zum Auftakt ist der KI-Experte Gerhard Kürner zu Gast und spricht über Entwicklungen und Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. In der Mai-Ausgabe widmet sich der Talk der Raumfahrt: Dann begrüßt das Studio den Raumfahrtexperten Bruno Jossek. Weiters zu Gast die beiden bekannten Welser Georg Winklmayr und Albert Neugebauer.
Moderiert werden die ersten Sendungen von der 15-jährigen Vivienne Weberberger und der 24-jährigen Lisa Hufnagl, die durch die Gespräche führen und gemeinsam mit einem jungen Produktionsteam hinter den Kulissen für die Umsetzung sorgen.
„Studio Wels“ wird im Studio des Offenen Kulturvereins Wels in der Am Römerwall 15, unweit des Welser Hauptbahnhofs, produziert. Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen praktische Medienerfahrung zu ermöglichen und gleichzeitig spannende Inhalte für das regionale Fernsehen zu schaffen.
Ausgestrahlt wird „Studio Wels“ jeden zweiten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr auf DORF TV, das unter anderem über Liwest Kanal 33 empfangen werden kann.
Zu den ersten beiden Gästen:
Gerhard Kürner ist Unternehmer und Experte für Künstliche Intelligenz. Er beschäftigt sich seit den 1980er-Jahren mit digitalen Technologien und war in den 1990er-Jahren unter anderem an der Einführung der CD-Interaktiv in Österreich sowie an den ersten Websites beteiligt. Später war er 14 Jahre lang in verschiedenen IT-, Kommunikations- und Managementpositionen beim Technologiekonzern voestalpine tätig und gestaltete dort als Head of Corporate Communication den Wandel zum globalen Technologiekonzern mit. 2020 gründete er das KI-Unternehmen 506.ai, das sich auf sichere, unternehmensinterne KI-Lösungen spezialisiert hat. 2023 wurde er zudem zum Vizepräsidenten von AI Upper Austria gewählt.
Bruno Jossek beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Raumfahrt und österreichischer Weltraumforschung. 1989 wurde er von der Forschungsgesellschaft Joanneum an die TU Graz geholt, als im Rahmen der Mission „AUSTROMIR-91“ der erste Österreicher ins All startete. In weiterer Folge war er an mehreren Raumfahrtprojekten beteiligt und setzte sich intensiv für die Entwicklung österreichischer Satellitenprogramme ein. 2006 begann unter seiner Leitung das Projekt „BRITE-Austria“, aus dem schließlich der erste österreichische Satellit im All hervorging.